Montag, 11. Januar 2016

Löffeltheorie - Impulsekontrolle & Frustrationstoleranz

Hallo!

Wer meinem Blog folgt und regelmäßig meine Beiträge liest, weiß ja was ich für Probleme habe.
Ich konnte versuchen Lyko zu führen, ich habe mich vor ihn gestellt, ich habe Richtungen gewechselt ich bin mit Halti gelaufen, letztes Jahr sogar kurzfristig mal mit Maulkorb, ich habe Futter gestreut, es hat alles nicht geholfen
Meine Beobachtungen war, dass ich die ersten drei Vorfälle = Reize gemanagt bekomme habe, und ab dem 4. war Schluß.
Der Vorfall konnte noch so lapidar sein, eine Person die auf der anderen Straßenseite stand, ein wehendes Blatt im Wind, ein Schatten, es ist egal, Lyko geht nach vorne.

Ich komme hier mit keiner meiner Prävenstionsmaßnahmen weiter, ich kann es nicht verhindern, ich kann es in dem Moment auch nicht mehr stoppen, ich muß ab dem Zeitpunkt durch.
Leider ist es so, dass man bei einem Spaziergang nie weiß, wann der 4. Vorfall eintritt.
Mancham ist es so, dass ich die ersten drei "guten" Reize schon in der ersten Querstraße durch habe und der "Hauptspaziergang" dann nur noch ein Desaster wird.

Der Grund für dieses Verhalten habe ich durch
diesen tollen Artikel gelernt.

So, was ist nun die Lehre daraus?
Eigentlich dürfte ich mit Lyko nach dem dritten Reiz nicht weiterlaufen.
Eigentlich müsste ich sofort wieder nach Hause, wo er Sicherheit empfindet, zur Ruhe kommt und runterfährt.
Tja, aber er muß sich ja mal lösen und er muß ja auch mal seine Blase leeren. Er will sich mal bewegen, "Zeitung lesen"...

Tipp hier, war dass ich mit dem Auto ans Feld fahre, dort seine Bedürfnisse befriedige und wieder heimfahre. Ich solle versuchen seine Spaziergänge so reizarm wie möglich zu halten und auch das ganze Auslastungsgedöns mal auszusetzen.
Tja, klingt toll, läßt sich in der Praxis nicht umsetzen.
Morgens habe ich nicht viel Zeit, bevor ich zur Arbeit muß, da ist Auto aus Garage holen udn später weider reinfahren Zeitaufwand, den ich zeitlich nicht managen kann, denn ich fahre nicht mit dem Auto zur Arbeit, sondern mit dem Zug.

Tja, versuche ich meine Spaziergänge nur so kurz wie möglich zu halten, d.h. wirklich nur kurze Runden um den Block oder eben an die Wiese und wieder heim und laste ihn nicht aus, dann sucht er sich Beschäftigung,  er motzt zu Hause vermehrt, klaut Dinge, stellt Dinge an und ist einfach nicht ausgelastet.
Man bedenke, es ist ein Husky- ( die brauchen BEWEGUNG) Schäferhund(das sind Arbeitstiere und müssen Kopf und Nase ausgelastet bekommen) ...

Wie hier eine Lösung aussieht weiß ich noch nicht, aber ich habe nun wenigstens eine Erklärung für sein Verhalten.

Liebe Grüße
Silke




Kommentare:

  1. Tja, ich kann Dir nicht helfen, weil ich solche Probleme mit Socke nicht habe. Hast Du mal überlegt einen Hundetrainer für Einzelstunden zu buchen. Vielleicht hat er neue Impulse für Dich. Was hälst Du von Tierkommunikation, um zu ergründen, was Lyko bei seinem Tun treibt.

    Ich wünsche Dir alles Gute

    Sabine mit Socke

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    1. Hallo Sabine!

      Ich habe eine Hundetrainiern. Sie hat auch schon draufgeschaut und ihre Einschätzung und ihre Ratschläger habe ich am Anfang zu meinem Trainingstagebuch geschrieben.
      Tja, es gibt aber gute Zeiten und es gibt schlechte Zeiten. Jetzt gerade im Dunkeln ist es wieder schwieriger, obwohl ich momentan denke, dass wir, seit wir Zeigen und Benennen wieder im Aufwärtstrend liegen.
      Tierkommunikation mache ich nicht, das finde ich echt etwas unheimlich ...

      Gruß Silke

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  2. Wisst Ihr etwas über Lykos Vorgeschichte ?
    Wie un wo ist er aufgewachsen ?
    Hat er ggf. auch Krankheiten ?
    Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, Shilddrüse etc. ??
    LG, Carola mit Deco und Pippa

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  3. Wir wissen, dass er als "Unfall" von einem Schäfizüchter kommt als Welpe von einer Familie angeschafft wurde, sie ihn mit 12 Monate total unerzogen wegen Überforderung abgeben haben.
    Mit 18 Monaten haben wir ihn zu uns geholt.
    Im TH wurde alles gecheckt: HD, großes Blutbild und das war alles tipptopp.
    Diesen Monat muß er zur jährlichen Impfung und da werde wir wieder ein großes Blutbild machen (er ist jetzt 3, 1/4 Jahre)

    Gruß Silke

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